Handbuch für Medienscouts

Dieser Leitfaden ist für euch Schüler*innen. Er unterstützt euch in eurem Medienscouts-Projekt und bei einem guten Start an eurer Schule.

Bedienungsanleitung für das Handbuch

In den ersten Abschnitten findet ihr Hilfen zum Erstellen von Materialien. Die Materialien sind Bestandteil eurer Aktionen als Medienscouts an eurer Schule.

In den weiteren Abschnitten findet ihr Tipps für Medienscouts-Projekte. Von euch durchgeführte Projekte machen euch sichtbar. Eure Mitschüler*innen sehen euch und lernen die Medienscouts-Idee kennen.

Ihr braucht den Leitfaden nicht von vorn nach hinten durchlesen. Die einzelnen Abschnitte stehen für sich. Das Kapitel zum Erstellen von Plakaten enthält zum Beispiel nur Informationen für Plakate und nicht für die Erstellung von Flyern.

Zu Beginn eines Abschnitts findet ihr unsere Einschätzungen. Die Plus-Zeichen stehen für die Vorteile und die Minus-Zeichen für die Nachteile der Methode. Schaut euch diese Einschätzungen an und entscheidet euch dann für eine Methode.

In den Abschnitten gibt es Links zu Erklärvideos oder anderen Stellen im Internet. Diese sind vorher von uns geprüft worden. Ihr begebt euch beim Anklicken nicht in gefährliche Bereiche. Viele Seiten im Internet finanzieren sich über Werbung. Deshalb wird euch auf einigen verlinkten Seiten Werbung gezeigt. Achtet nicht drauf und holt euch die Informationen auf der Seite oder in dem Video.

Wegen der Datenschutzgrundverordnung in Deutschland bittet euch jede Internet-Seite so genannte Cookies zu erlauben. Erlaubt diese nach Möglichkeit nicht. Drückt auf ABLEHNEN, auf INDIVIDUELLE EINSTELLUNGEN oder auf NUR NOTWENIGE COOKIES ZULASSEN.

Einige Links führen euch zu fertigen Materialien wie Plakate oder Infoflyer zum Herunterladen. Ihr dürft diese in eurer Arbeit nutzen und müsst nicht immer Neues erfinden. Durch euch kommen diese Informationen zu den Mitschüler*innen. Auch das hilft ihnen schon.

Einige Angebote im Internet verlangen eine Registrierung. Als Folge bekommt ihr vielleicht Werbung in euer Postfach oder eure Email-Adresse wird weitergegeben. Versucht euch zunächst mit einer 10 Minuten Mail zu registrieren. Ihr erhaltet bei Anbietern für 10 Minuten eine E-Mail-Adresse und ein Postfach. Dies reicht für eine Aktivierungsmail aus. Notiert euch unbedingt euren Zugangsnamen und euer Passwort. Die 10 Minuten E-Mail-Adresse gilt nur für 10 Minuten und dann gibt es sie nicht mehr. Ein vergessenes Passwort könnt ihr euch deshalb nicht von der Seite an diese E-Mail-Adresse zuschicken lassen.

Eure Lehrkräfte und Sozialpädagog*innen

Eure Lehrkräfte unterstützen euch bei eurer Arbeit. Sie sind für euch da. Vergesst das nicht.

Die Lehrkräfte helfen euch eure Projekte vorzubereiten und begleiten diese. Sie können zum Beispiel besser die unteren Jahrgänge einschätzen. Sie haben Antworten auf Fragen wie:

  • Wie lange kann sich ein*e Schüler*in der 5. Klasse konzentrieren?
  • Habt ihr genug unterschiedliche spannende Methoden eingebaut?
  • Verstehen die Schüler*innen die von euch erstellten und ausgesuchten Materialien?
  • Ist auf den Präsentationen, Plakaten oder Flyern alles richtig geschrieben? (Sie korrigieren das für euch.)

Die Lehrkräfte sind die Brücke zur Schulleitung. Sie können zum Beispiel für euch anfragen

  • ob und wo ihr ein Plakat aufhängen dürft;
  • wann ihr vom Unterricht für Klassenrundgänge befreit werdet;
  • welche Aktion mit Medien ihr in der Schule durchführen dürft.

Die Lehrkräfte erklären anderen Lehrkräften die Medienscouts-Idee. Es ist nicht eure Aufgabe

  • Cybermobbing-Fälle zu lösen. Man nennt das „Intervention“. Das machen Profis. Ihr seid dazu nicht ausgebildet. Ihr könnt Mitschüler*innen auf das Problem Cybermobbing aufmerksam machen. Ihr könnt ihnen Tipps geben. Bevor (!) etwas passiert ist. Man nennt das „Prävention“. Wichtig: Prävention funktioniert nicht bei einem Cybermobbing-Vorfall in einer Klasse. Nach dessen Lösung durch Profis kann erst nach mehreren Wochen in dieser Klasse wieder Prävention passieren.
  • als Internet-Polizei oder Detektive tätig zu sein. Es werden Bilder, Audios oder Videos von Lehrkräften auf SocialMedia oder Messengerdiensten verbreitet. Diese Lehrkräfte kommen vielleicht zu euch. Ihr sollt für sie auf Täter*innen-Suche gehen. Das machen Medienscouts nicht. Ihr verliert dadurch das Vertrauen eurer Mitschüler*innen.
  • Mitschüler*innen zu verpetzen. Diese suchen vielleicht euren Rat bei Problemen. Ihr sprecht darüber mit euren Lehrkräften. Natürlich anonymisiert. Also keine Namen nennen. Beispiele:
    • „Da hat mich gestern jemand gefragt, der…“
    • „Ich habe von jemanden gehört, der…“.

Die Lehrkräfte schützen euch vor Fehlinstrumentalisierung. Ihr seid Medienscouts. Keine technischen Assistenten von Lehrer*innen und Schüler*innen. Eure Aufgabe ist es nicht zum Beispiel

  • die Funktionsweise von Laptops oder iPads beizubringen;
  • Schüler*innen in unteren Jahrgängen das Schulnetzwerk zu erklären;
  • als technischer Notdienst bereit zu stehen.

Und die Lehrkräfte haben mit euch Spaß an dem Medienscouts-Projekt. Sie freuen sich mit euch über eure Aktionen und Projekte.

Wie ihr Informationen weitergeben könnte

Folien mit Powerpoint, Impress oder Keys

+ unterstützen bei Kurz-Vorträgen und Inputs +

+ erreichen mit Texten, Bildern und Videos alle +

+ helfen bei der Vorstellung von Medienscouts bei einem Gang durch die Klassen +

– ermüden, wenn sie zu lang sind –

– können Lehrer*innen-haft rüberkommen –

Kurzpräsentationen zu einem Thema oder um euch und eure Arbeit vorzustellen sollten vorher mit einem Präsentationsprogramm erstellt werden. Dies kann Microsoft Powerpoint sein, Apples Keys auf einem iPad oder mit Libre Office Impress auf einem Windows- oder Linux-PC. Eine Präsentation sollte bestenfalls:

  • Informieren, was das Problem oder was es so gibt;
  • präsentieren mit kurzen Texten, Bildern oder Videoclips;
  • unterhalten, damit zwischendurch auch mal gelacht wird (Tipp: An den Lacher erinnern sich alle später.)

Folgende Videos geben gute Tipps für die Erstellung eurer Präsentationen:

  • Lehrer Schmidt erklärt Grundlegendes. Es geht in dem Video zwar um Referate. Aber eure Auftritte in den Klassen sind eigentlich nichts anderes. Lehrer Schmidt: 10 Tipps – für ein richtig gutes Referat! | Lehrerschmidt https://www.youtube.com/watch?v=qRLQDCyPqYQ
  • In dem Video von Der Werklehrer wird euch Schritt für Schritt die Erstellung einer Präsentation unter Powerpoint gezeigt. Für alle Einsteiger*innen. Der Werklehrer: Wie erstelle ich eine einfache Powerpoint-Präsentation? https://www.youtube.com/watch?v=cie6V4gPm5I
  • Nikolas Steenfat versucht euch vor acht Fehlern zu bewahren. Checkt eure Präsentation mal auf diese Fehler ab. (Tipp: bis 1:50 Minute ist nur Werbung für Blinklist zu sehen. Ihr könnt in KAPITEL die Werbung überspringen. Klickt dazu auf MEHR unter dem Video.) Niklas Steenfat: 8 Fehler, die deine Präsentation ruinieren https://www.youtube.com/watch?v=d87QRS2Yub4

Texte und Klänge bieten Abwechslung in Präsentationen. Sie unterhalten und sorgen für mehr Aufmerksamkeit. Die Wissenschaft hat herausgefunden: Bilder, Videos und Klänge sprechen andere Bereiche im Kopf an. Somit schauen auch von Texten gelangweilte Menschen auf eure Präsentation.

Am besten solltet ihr euch erst einmal bei so genannten freien Fotos und Klängen bedienen. Dadurch braucht ihr euch keine Sorgen um mögliche Urheberrechtsverletzungen machen.

Auf dem Medienpädagogik-Praxis-Blog findet ihr eine Auflistung von

Die Seite listet nicht ausschließlich freie und kostenlose Musik. Manche der aufgelisteten Quellen bieten nur teilweise freie Musik. Schaut bitte genau.

Beispielpräsentationen helfen euch eure Präsentation zu erstellen. Einige findet ihr hier. Diese Präsentationen sind nicht ganz aktuell. Aber Inhalte davon sind vielleicht auch für euch interessant.

Beispielpräsentationen:

Analoge Pinnwand

+ Broschüren können mitgenommen werden +

+ entspricht am ehesten den Infoangeboten in eurer Schule +

– Eine Pinnwand will aktualisiert werden –

– Eine Pinnwand kann beschädigt werden –

Analoge, anfassbare Pinnwände können von der Zielgruppe gesehen werden. So hat die Schulleitung ihre Pinnwände für Schüler*innen in der Pausenhalle aufgehangen. Die für Lehrer*innen hängen in der Verwaltung oder im Lehrerzimmer.

Entscheidet: Was ist für euch die bessere Pinnwand? Eine freie Fläche für Medienscouts auf dem Schwarzen Brett in der Pausenhalle? Eine eigene Pinnwand mit eigener Gestaltung?

Folgende Fragen müsst ihr vor dem Aufhängen einer Pinnwand für euch beantworten:

  • Wo wartet unsere Zielgruppe ab und zu? Gelangweilte Menschen suchen etwas Interessantes zum Ablenken. Da kommt eure Pinnwand gerade recht. „Erforscht“ eure Zielgruppe.
  • W Das Foto zeigt zum Beispiel die Pinnwand der Medienscouts des Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Osnabrück. An Gummibändern hängen Wäscheklammern statt Heftzwecken. Mitschüler*innen nehmen die Broschüre oder den Flyer einfach ab und erhalten ein unbeschädigtes Exemplar. as soll auf die analoge Pinnwand? Eine Vorstellung der Medienscouts mit Fotos, Namen und Klasse gut den Medienscouts ein „Gesicht“. Eine Spalte mit Selbsthilfe-Angeboten wie ZEBRA oder JUUUPORT erspart ein Beratungsgespräch. Ein Bereich mit Infos lädt zum Anschauen und Informieren ein. Eine Ecke mit „Meme der Woche“ lockt zumindest einmal in der Woche Schüler*innen zu eurer Pinnwand. Die Bildung einer Pinnwand-Gruppe oder -Redaktion sorgt für eine interessante Pinnwand und einen gelungenen Medienscouts-Auftritt. Exemplar.
  • Wer pflegt die Pinnwand wann und wie oft? Die auf dem Bild gezeigte Pinnwand erfordert mindestens einen Besuch pro Schultag. Abgenommene Broschüren und Infos müssen ersetzt werden.

Zu Beginn eures Pinnwand-Projekts solltet ihr regelmäßig schauen. Werden Information abgerissen oder Fotos bemalt? Ersetzt diese zunächst. Überlegt bei anhaltender Beschädigung:

  • ob die Pinnwand an der richtigen Stelle hängt;
  • ob ihr eine Notiz „Bitte informieren und alles hängen lassen.“ (oder so ähnlich) dazu hängen wollt.
Digitale Pinnwand

+ Infos und Broschüren stehen online +

+ kann nicht beschädigt werden +

– Unsicherheit, ob Zielgruppe erreicht wird –

– braucht Pflege –

Im Internet gibt es mehrere Anbieter*innen mit Pinnwand-Angeboten. Ihr solltet auf die Beachtung der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) achten. Angebote aus Amerika wie etwa Padlet sind nicht DSGVO-konform und sammeln Daten von Besucher*innen. Die derzeit beste DSGVO-konforme Alternative aus Deutschland zu Padlet ist Taskcards. Dort bekommt ihr umsonst eine kostenlose Free-Einzellizenz. In dieser Lizenz sind zwei Pinnwände enthalten. Für die Registrierung bei Taskcards benutzt ihr eure Medienscoutsadresse. (Tipp: Taskcards akzeptiert auch 10 Minuten E-Mail-Adressen. So könnt ihr auch mehr als zwei Pinnwände anlegen.)

Was soll auf die Pinnwand? Wie auf der analogen Pinnwand macht eine Vorstellung der Medienscouts mit Namen und Klasse Sinn. Über Fotos von euren Gesichtern solltet ihr gemeinsam eine Entscheidung treffen. Bilder im Internet bieten andere Möglichkeiten zum Missbrauch als analoge Fotos. Eine Alternative zu hochauflösenden Fotos wäre vielleicht ein kleiner Image-Film in niedriger Auflösung. Dies entspricht auch der Hochlade-Grenze von 10 MB in der Free-Lizenz von Taskcards.

Verlinkungen zu Selbsthilfe-Angeboten wie ZEBRA oder JUUUPORT helfen Ratsuchenden. Ein Bereich mit Links zu Infos lädt zum Anschauen und Informieren ein. Eine Auswahl mit „Meme der Woche“ lockt zumindest einmal in der Woche Mitschüler*innen zu eurer Pinnwand. Die Kommentar-Funktion oder die Reaktions-Funktion von Taskcards erlauben Besucher*innen sich an eurer Pinnwand zu beteiligen.

Mit Verlinkungen zu Videos, Infoseiten oder Spielen baut ihr fast schon ein Portal auf.

Die Bildung einer Pinnwand-Gruppe oder -Redaktion sorgt für Leben auf eurem und einen gelungenen Medienscouts-Auftritt. Vielleicht reicht eine Pinnwand für eure Region? Arbeitet mit den anderen Medienscouts in eurer Region zusammen.

Plakate

+ an zentralen Stellen aufgehängt können viele erreicht werden +

+ für einen längeren Zeitraum geeignet zur Vorstellung, zum Hinweis auf Medienscouts-Projekt +

+ für einen kurzen Zeitraum, um auf eine Aktion oder ein Motto hinzuweisen +

– ein Plakat kann beschädigt werden –

– Größe verführt zur Textflut. Vorsicht! –

– Gewöhnungseffekt stellt sich ein, wenn ein Plakat zu lange hängt –

– kann nicht mitgenommen werden. Infos müssen gemerkt werden –

Mit Plakaten macht ihr nicht nur euch bekannt, sondern bringt Medienthemen in die Schule. Wichtig auch hier: Wo hängt ihr es auf? Zum einen nimmt ein Plakat einiges an Platz weg. Zum anderen muss es schon eine gewisse Größe haben, um aufzufallen.

Da Plakate sollen nicht von anderen abgehängt und mitgenommen werden. Betrachter*innen müssen sich den Inhalt merken können. Deshalb gehören nicht zu viele Infos auf Plakate. Und keine langen Texte.

Ihr könnt Plakate selbst erstellen oder fertige Plakate aufhängen. Bei klicksafe gibt es kostenlos Plakate zum Bestellen. Im Folgenden findet ihr zunächst einige Tipps in Textform und einige als Erklär-Videos für eure Plakaterstellung. Danach sind einige Adressen mit fertigen, bestellbaren Plakaten aufgeführt.

Tipps zum Erstellen von Plakaten in Textform findet ihr hier:

Tipps zum Erstellen von Plakaten als Video findet ihr hier:

Fertige Plakate zum Bestellen:

Flyer

+ Infos erreichen die Zielgruppe und können mitgenommen werden +

+ passt in jede Tasche +

+ ist das preiswerteste Druckerzeugnis +

– verursacht Druckkosten –

– müssen verteilt werden –

– muss von der Information her kompakt sein –

Beispielkosten für Flyerdruck (Stand Juli 2023)

Flyer müssen gedruckt werden. Das erzeugt Kosten. In der Abbildung seht ihr als Beispiel Kosten für 1000 Flyer. Tipp: Erstellt mit anderen Medienscouts-Schulen in eurer Region zusammen einen gemeinsamen Flyer.

Bei einem Flyer gilt wie bei einem Plakat: Was und wen wollt ihr mit einem Flyer erreichen? Ein Flyer ohne feste Zielgruppe ist wie ein Brief ohne Anschrift. Niemanden erhält ihn.

Der Inhalt eines Flyers gliedert sich grob in Einleitung, Hauptteil und Ende. In der Einleitung sollte soll das Thema vorgestellt werden. Im Hauptteil wird das Thema näher beleuchtet. Hier finden schlüssig aufgebaute Argumente Platz. Schnell und verständlich solltet ihr auf den Punkt kommen. Am Ende sollte ein Aufruf stehen, wie zum Beispiel „Macht mit“ oder „Mach du auch mit“.

Die Leser*innen eures Flyers haben keine Vorkenntnisse des Themas. Meist wird der Flyer nur überflogen. Deshalb sollten die Infos schnell zu lesen sein. Vermeidet komplizierte Sätze mit Nebensätzen und Verschachtelungen.

Ihr könnt mit Microsoft Word oder Libre Office Writer Flyer erstellen. Hier zwei Erklärvideos zu den beiden Programmen:

Mit Desktop-Publishing-Programme wie Adobe InDesign oder Pagemaker lassen sich ansprechendere Flyer erstellen. Eine kostenlose Freeware-Alternative ist das Programm Scribus. Scribus ist sowohl für Windows als auch OS X und Linux zu haben. Auch weitere freie Software hilft euch bei der Erstellung ansprechenden Flyern.

Tipp zum Schauen: Lettmann-Web: Flyer erstellen mit freier Software (GIMP, Inkscape und Scribus)

Flyer bestellen

Zu bestimmten Themen liegen fertige Flyer vor. Ihr müsst die nur bestellen. Achtet auf die Preise. Teilweise sind die Flyer bis zu einer bestimmten Zahl von Exemplaren kostenlos. Ab dann muss man bezahlen. Vielleicht nur ein Preis im ct-Bereich. Aber bei einer höheren Zahl summiert sich das auf.

Bei klicksafe könnt ihr Flyer zu dem Thema „WhatsApp“ bestellen. Auf der Seite findet ihr unten noch andere Klicksafe-Flyer. 30 Exemplare sind kostenfrei. Jeder weitere kostet 0,05 EUR.

Ein weiteres Beispiel sind die Infomaterialien von jugend.support. Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Flyermotive. Zu den Online-Problemen Cybermobbing, Handysucht und sexuelle Belästigung im Netz findet sich auf den Flyern ein QR-Code mit direkter Verlinkung zu der Rat- und Hilfeplattform. Eine Schule kann kostenlos bis zu 500 Stück bestellen.

Quiz

+ macht Spaß zwischendurch wegen Spiel und Wettbewerb +

+ transportiert Wissen spielerisch +

+ bietet eine Grundlage um weitere Informationen zu liefern +

– zu viel Quiz verbraucht sich –

– die richtige Mischung zwischen Spielen und Informieren muss geübt werden –

Ein Quiz eignet sich gut als Einstieg zu einem Thema. Mit einem Quiz erreicht ihr eure Mitschüler*innen und bekommt sofort deren Aufmerksamkeit. Spielen mögen alle. Durch die Frage im Quiz denkt man über das Gefragte nach und muss eine Lösung finden. Gewinnen wollen steht bei Spielen im Vordergrund, nicht Wissen zu bekommen.

Bei einem Klassenbesuch zu einem Thema in einer 5. oder 6. Klasse bietet ein Quiz eine gute Auflockerung und ist eine gute Ergänzung zu einem Video oder einer Kurzpräsentation.

Ein Quiz könnt ihr auch mit dem Programm Powerpoint erstellen. Das Video Animiertes Quiz in Powerpoint erstellen! von True Tutorials hilft euch bei der Erstellung.

Im Internet gibt es Quizseiten, die euch Vorlagen für eure Quiz anbieten. Teilweise ist das so aufbereitet, dass ihr nur noch Fragen und Antworten eingeben müsst. Achtet dabei aber bitte darauf, aus welchem Land die Anbieter*innen kommen. Nach Möglichkeit solltet ihr immer die DSGVO einhalten. Eure Mitschüler*innen versuchen vielleicht mit eigenen Geräten das Quiz zu lösen. Dabei könnten Daten von den Geräten und Browserverläufe abgegriffen werden. Das Beste ist es eigentlich grundsätzlich immer Schulgeräte zu benutzen. Auf denen sind keine persönlichen Daten von euren Mitschüler*innen gespeichert.

Nutzt für eine Registrierung auf einer Seite am besten nie eure persönliche Email-Adresse. Versucht es erst mit einer 10-Minuten-Email. Wenn dies nicht geht, dann benutzt eine Schul-Email- oder eure Medienscouts-Email-Adresse.

Im Folgenden werden zwei Quiz vorgestellt, die ihr nutzen könnt:

Kahoot!: ist ein sehr bekanntes Quiz mit einem hohen Motivation mitzuspielen. Es ist sehr bunt aufgemacht und hat schöne Animationen. Punkte gibt es für richtige Antworten und für die Schnelligkeit des Antwortens. Kahoot erlaubt in der kostenlosen Version zwei Fragetypen – Multiple-Choice und wahr oder falsch. Um diesen Online-Dienst für die Erstellung zu nutzen, müsst ihr euch registrieren, über die Fragen können Mitschüler*innen mit Kahoot über das Handy ohne Regsitrierung abstimmen. Die Microsoft-Datei MSC Kahoot – Userguide für LehrerInnen hilft auch euch bei der Erstellung eures ersten Kahoots. Oder https://www.kms-bildung.de/2022/10/30/kahoot-erstellen-und-im-unterricht-durchfuhren/

Ein Beispiel-Kahoot zum Thema „Soziale Medien“

Renee Lechner zeigt auch in seinem Blogbeitrag „Kahoot! – der neuste Hit -Quiz im Schulzimmer Nr. 2“ wie die Erstellung eines Quiz gelingt . Renee Lechner hat auch eine Vorlage für Excel erstellt. Hier schreibt ihr ganz in Ruhe offline euer Fragen, Antworten auf und Lösungszeiten auf. Die fertige Tabelle importiert ihr dann als xlsx-Datei in Kahoot. So gelingt euch euer erstes Quiz In dem Beitrag Kahoot! in 5 Minuten: ChatGPT macht’s möglich! lässt sich der Autor von der generativen KI helfen.

Das kurze Video Erstellen eines „kahoot“-Quiz zeigt, wie man ein Quiz erstellt.

Euer Kahoot wird über PIN oder QR-Code an die Mitspielenden verteilt

Kahoot hält sich eigenen Angaben zufolge an die DSGVO. Dennoch können einige Daten in die USA oder Kanada übertragen werden. Deshalb ein Quiz besser auf Schulgeräten erstellen. Für das Mitspielen muss sich niemand registrieren und die Server stehen laut der Endung .it in Italien.

Ihr könnt auf fertige Quiz zugreifen. Gebt mal testweise in die Suchleiste „medienscouts“ ein 😉

Tipp: Auf den Tablets oder Handys der Mitspielenden sollte der Energiesparmodus des Bildschirms ausgeschaltet oder auf eine lange Dauer geschaltet werden. Bei eingeschaltetem Energiesparmodus fliegen die Teilnehmer*innen aus dem Spiel.

LearningApps: Auf LearningApps.org lassen sich kostenlos Quiz und Lernspiele in vielen Formaten erstellen. Es reicht vom Multiple-Choice-Quiz bis hin zum interaktiven Video. Anstatt von ganz vorne anzufangen, kann man auch über die Option ÄHNLICHE APP ERSTELLEN unter den Beispielen von erstellten Modulen schon vorhandene abwandeln. Zum Beispiel im Stil von „Wer wird Millionär?“

des von mir erstellten Computer-Mega-Wissensquiz, welches ihr gerne abwandeln könnt. Das selbst erstellte Quiz lässt sich über einen Link weitergeben, auf einer eigenen Homepage einbetten oder auch als sogenanntes SCORM-Paket herunterladen, entpacken und auf dem eigenen Server bzw. eurer Schulhomepage nutzen.

Ihr müsst euch für das Abspeichern eures Quiz auf der Seite registrieren. Dies geht auch mit einer 10-Minuten-Email-Adresse.

Die Schweiz ist als nicht-EU-Mitglied nicht verpflichtet sich an die DSGVO zu halten. Ich habe die Betreiber*innen der Seite wegen der Datensicherheit gefragt. Sie sammeln keine Daten. LearningApps ist aus der Zusammenarbeit von einigen Universitäten entstanden. Die nichtkommerzielle Plattform beabsichtigt im Gegensatz zu Kahoot kein Geld zu verdienen.

Auf YouTube gibt es einige Erklärvideos zum Erstellen der unterschiedlichen Quiz-Format auf LearningApps. Zum Beispiel von Stefan Schwarz Multiple-Choice-Quiz erstellen mit learningapps.org (Tipp bei „Medienscouts-Langeweile“: Erstellt doch selbst mal Erklärvideos zu den Tools. Es gibt sehr viele langweilige Erklär-Videos von Lehrer*innen. Medienscouts können das bestimmt lustiger und ansprechender machen.)

Es gibt fertige Quizze zum Download auf klicksafe. Zum Beispiel hier zum Thema „Digitale Abhängigkeit“. Auf der Seite findet ihr unten weitere Quizze zu Internet-Themen. Zu jeder Frage und Antwort gibt es ein Feedback in dem Programm. Dies könnt ihr in einer Klasse kurz zum Thema machen.

Die Quizze von dieser Seite könnt ihr auf einen USB-Stick kopieren. Die heruntergeladene Datei müsst ihr entpacken. In dem Verzeichnis findet ihr die Datei readme.txt mit den Anweisungen zum Start des Quiz.

In der Klasse müsst ihr das Quiz im Chrome-Browser aufrufen. Leider funktioniert nur der Chrome-Browser. Der Chromium-Browser ist jedoch eine Google-freie Alternative zum Chrome Browser. Denn könnt ihr als portable Version hier runterladen und auf euren USB-Stick überspielen.

Actionbound

+ komplexe Themenrallys sind möglich +

+ mit GPS, Fotokamera und QR-Codes gibt es spannende Hinweismöglichkeiten +

+ in Gruppen spielbar +

– komplexe Spiele brauchen viel Vorbereitungszeit –

– mehrere Handys oder Tablets mit Internetanbindung werden zum Spielen benötigt –

– braucht einiges an Spielzeit –

Mit Actionbound erstellt ihr Rätsel im Browser. Eure Mitschüler*innen installieren sich eine App. Auf diese laden sie die von euch erstellten Parcours bzw. Bounds herunter. Für das Spielen muss man sich nicht registrieren. Nur für das Erstellen braucht man einen Account.

Hier einige Beispiel-Bounds mit Medienthemen für euch zum Ausprobieren:

  • Für den Escape-Bound „Das Problem“ müsst ihr mindestens vier Spieler*innen sein. Der Bound wurde von JUUUPORT Netzwerkstatt des Nordens während eines Online-Arbeitstreffens erstellt.
  • Mit dem Quiz Sicherheit beim Umgang mit Medien eignet sich für die 5. und 6. Klasse. Tipp der Autor*innen: Es wäre gut, wenn das Thema im Voraus mit den Kindern angeschaut worden ist, damit die Kinder gewisse Fragen besser verstehen und lösen können.
QR-Code

+ sorgen für Aufmerksamkeit +

+ ohne Abtippen und Schreibfehler über Barcodescanner einzulesen +

– Schüler*innen ohne Handys oder Tablets werden nicht erreicht –

– an einer Schule mit Handyverbot bringen Plakate mit QR-Codes nichts –

Bei einem QR-Code (Abkürzung für „Quick Response Code“) handelt es sich um einen zweidimensionalen Code. Der verschlüsselt Informationen in eine scheinbar wirre Anordnung von schwarzen Punkten und Linien. Eine App auf dem Smartphone oder Tablet entschlüsselt diese wieder. In diesen Code kann eine Internetadresse „eingearbeitet“ werden. Als Beispiel die Adresse der Seite der Medienscouts-NRW. Aber auch Links zu Texten, Videos und Musiktiteln sind möglich.

Man unterscheidet zwischen statischen und dynamischen QR-Codes. Einen statischen QR-Code könnt ihr in der Regel kostenlos erstellen. Die dynamischen QR-Codes sind kostenpflichtig. In einem dynamischen QR-Code können die verschlüsselten Informationen nachträglich jederzeit geändert werden. Der QR-Code selbst wird dabei nicht verändert. Jeder Scan eines dynamischen QR-Codes wird als Aufruf in einer Statistik gesammelt. Für eure Zwecke reichen statische QR-Codes aus.

Diese könnt ihr zusätzlich auf eure Plakate oder Flyer anbringen. So kommen eure Mitschüler*innen leicht auf die Videos und zu weiterführenden Seiten. QR-Codes eignen sich auch als Bausteine für Biparcours oder Actionbounds. Mit QR-Codes lassen sich auch QR-Code-Rallys erstellen. Hier ein paar Anleitungen:

Es gibt QR-Code-Generatoren als App und im Internet. Aber Vorsicht: Viele speichern Informationen von euch wie etwa euren Browserverlauf. Vor der bekanntesten App „QR & Barcode Scanner“ wird sogar gewarnt. Sie soll unter anderem Links zu Abos enthalten. Deshalb im Folgenden eine kleine Auswahl von Generatoren, die keine Daten abgreifen:

  • Die App SecScanQR kümmert sich um eure Privatsphäre. Ihr bekommt sie kostenlos im F-Droid-Store (ein alternativer Android-Store mit sicheren Apps) oder ladet sie direkt als APK von der F-Droid-Seite herunter.
  • Ein einfacher QR-Code-Generator für URLs (ohne Tracking, Zugriff auf Kontakte usw.) auf byte42.
Meme

+ Memes regen zum Nachdenken an +

+ gute Memes werden geteilt +

– keine Meme-Flut verbreiten, Gewöhnungseffekt –

– ausgedruckte und aufgehängte Memes können beschädigt werden –

Infoverteiler können sogenannte Memes sein. Memes als Bilder lassen sich leicht im Internet erstellen und auf einem PC mit einem Rechtsklick über GRAFIK SPEICHERN im Browser herunterladen. Dies geht ohne Registrierung mit einem Meme-Generator, wie etwa:

Danach das Meme ausdrucken und in der Schule aufhängen oder über Handys per Bluetooth verteilen, aber: Immer das Copyright beachten. Benutzt lieber eigene Fotos. Ihr könnt sie in die Meme-Generatoren hoch laden.

Tipp: Ein Meme der Woche an eurer analogen oder digitalen Pinnwand lädt zum Wiederanschauen ein.

Chatstory

+ so sehen Geschichten heute aus +

+ spannendes Leseformat +

– kann zu lang werden –

– arbeitsintensiv –

Eine Chatstory ist ein spannendes Leseformat. Eine Chatstory erzählt eine Geschichte durch den Einblick in den Chat von zwei oder mehreren Personen. Eine Geschichte als Chatverlauf hat eine eigene Dramatik. Chatstorys könnt ihr ausdrucken. Ihr könnt sie als Bild digital veröffentlichen oder sogar manchmal als Film abspielen.

Eine gute Hilfe zum Einstieg ist der Beitrag Chat-Geschichten erstellen von Jörg Lohrer. Der dort erwähnte Chatstory-Generator TextingStory für Handys und Tablets liefert als Ergebnis ein Video und der WhatsApp Fake Generator ein Bild (aber bitte nicht die Editier-Seite verlassen, bevor die Story fertig und als Bild abgespeichert ist, sonst ist alles gelöscht).

Hier findet ihr eine Beispiel-Chatstory zum Thema Cybergrooming. Erstellt wurde die Chatstory mit TextingStory.

Vorsicht: Ihr dürft keine privaten, wirklich stattgefundenen Chatverläufe veröffentlichen. Das verstößt gegen das Briefgeheimnis.

Tipp: Eine Chatstory könnt ihr vielleicht mal in einer großen Pause auf dem Monitor in der Pausenhalle abspielen lassen. Oder auf einem Elternabend zeigen.

Comic

+ jüngere Schüler*innen kennen Comics +

+ Vorlagen erleichtern das Erstellen +

– erfordert viel Arbeit –

– Auswahl der Charaktere passt vielleicht nicht immer zur Zielgruppe –

In einem Comic erzählt ihr eine Geschichte. Inhalte könnten alle möglichen Themen sein: Cybermobbing, Cybergrooming, Recht am eigenen Bild usw.

Wichtig: Für einen Comic braucht ihr ein Drehbuch mit Charakteren und einer Geschichte. Setzt euch vorher zusammen.

Powerpoint reicht für eure Comicerstellung aus. Stefan Malter und Claudia Maria Korte bieten dazu Anleitungen.

Ihr könnt eine Manga-Comics Powerpoint-Vorlage herunter laden. Kombiniert die vorgegebenen Charaktere in Szenen und schneidet die Bilder zu. Ihr könnt die Bilder und Figuren in ihrer Größe ändern. In die Text und Gedankenblasen setzt ihr eure eigene Geschichte. Die PowerPoint-Vorlage enthält vier Musterlayouts und acht Charaktere in einer Vielzahl von Posen.

Programme für das Selbsterstellen von Comics:

  • Für Make Beliefs Comicx ist ein kostenloser Generator im Browser.
  • Mit dem Kaufprogramm Comic Life könnt ihr auf sehr einfache Weise Bildergeschichten, Comics oder bebilderte Anleitungen erstellen. Die Software für Mac und Windows könnt ihr 30 Tage kostenlos testen. Als iOS App ist sie für iPad und iPhone verfügbar. Hier gibt es vom JFF ein Video-Tutorial zu Comic Life.
  • Mit StoryboardThat erstellt ihr kurze Sequenzen. Sowohl Figuren als auch Hintergründe sind Teil der Anwendung. Ihr könnt aber auch eigene Inhalte hochladen. Die Registrierung für die kostenlose Variante funktioniert mit 10 Minuten E-Mail-Adressen.

Fertige Comics zu Medienthemen zum Herunterladen findet ihr zum Beispiel hier:

Twine

+ Geschichten sind spannend +

+ interaktive Geschichten zeigen unterschiedliche Abläufe auf +

+ Leser*innen treffen Entscheidungen, sind mit eingebunden +

– hoher Arbeitsaufwand für die Erstellung komplexer Drehbücher mit unterschiedlichen Abläufen –

– nur online verfügbar –

Das Open Source Programm Twine erstellt interaktive Texte. Verzweigte Texte bieten Leser*innen verschiedene Navigations-möglichkeiten durch den Text. Beispiele dafür sind Textadventure. Spieler*innen wählen zwischen verschiedenen Wegen und bekommen etwa nach Eintippen von „Gehe nach Norden“ oder „Betrete Haus“ eine Beschreibung der Umgebung und weitere Handlungsmöglichkeiten.

Die interaktiven Geschichten können Leser*innen mit spannenden Dilemmata konfrontieren. Die Wahl aus mindestens zwei möglichen Handlungen eröffnet einen neuen Geschichtsstrang mit neuen Situationen oder Problemen.

Hier ein paar Beispiels für Twine-Geschichten:

  • In dieser Twine-Geschichte hat in Deutschland eine rechtsgerichtete Partei die Macht übernommen.
  • In Digi Heroes findet ihr einen mit Twine gebastelten Breakout-Room.

Twine könnt ihr im Browser nutzen oder als Programm herunterladen und offline eure Geschichten entwickeln. Erklärvideos im Onlinetutorial zu Twine von Nele Hirsch helfen euch bei der Erstellung eurer Twine-Spiele. Erklärvideos. Ein weiteres Tutorial findet ihr auf der Seite Demokratielabore. Eine weitere Möglichkeit Twine kennen zu lernen bietet eine interaktive Twine-Story.

Videoclipps

+ Videoclipps informieren und unterhalten +

+ machen Spaß beim Erstellen +

+ gute fertige Vorlagen +

– Arbeitsaufwand beim Selbsterstellen –

– zu viele verbrauchen sich –

Auswahl für das Anzeigen aller audiovisuellen Materialien von klicksafe

Videoclipps lockern Vorträge und Info-Veranstaltungen auf. Bei einem Vortrag vor einer Klasse habt ihr mit einem Videoclipp schnell die Aufmerksamkeit der Schüler*innen in der Klasse. Mit einem selbst erstellten Videoclipp könnt ihr euch vorstellen und auf eure Aktionen hinweisen.

Es gibt gute Videos bei klicksafe zu unterschiedlichen Themen. Einige könnt ihr bei klicksafe auch herunterladen. Mit den Filmen auf einem USB-Stick seid ihr unabhängig vom Internet.

Wie ihr an die Videos kommt?
Geht auf die Materialien-Seite von klicksafe. Markiert unter dem Reiter Medium die Kästchen mit audiovisuellen Inhalten. Dann werden euch die Videos angezeigt. Ihr könnt die Videos als MP4- oder M4V-Datei herunterladen. Dann ein portables VLC-Video-Abspielprogramm auf den USB-Stick kopiert. Das Video läuft auf jeden Fall mit dem VLC-Player vom USB-Stick ab.

Ihr werdet bestimmt genug Erfahrungen in der Erstellung von Videos haben. Trotzdem ein paar Tipps:

  • Erstellt ein Drehbuch: Euer Clipp wird dadurch einfach kompakter und besser.
  • Achtet auf die Beleuchtung. Ein zusätzlich aufgestelltes Licht kann eine große Wirkung haben. Das müssen nicht gleich professionelle Leuchten sein. Manchmal reicht eine Steh- oder eine Schreibtischlampe;
  • Überprüft den Ton: Smartphones haben oft bessere Kameras als Mikrofone. Bei Tonaufnahmen müsst ihr näher ran oder den Film nachvertonen.

Weitere Tipps findet ihr in den Beiträgen im Medienpädagogik Praxis Blog:

Aktionen für eure Schule

Challenges

+ Herausforderungen sind spannend +

+ haben einen Schneeballeffekt +

+ bewirken Austausch über das Thema +

+ eine Auswahl von Challenges steht zur Verfügung +

– kurzzeitige Wirkung –

– müssen gut vorbereitet werden –

Ihr kennt Challenges von Instagram oder Tiktok. Marken und Unternehmen werden durch Challenges sichtbar. Medienscouts-Projekte erzeugen durch Challenges Aufmerksamkeit zu dem Thema Medien.

Tipps für Challenges:

  • Eine Challenge muss gut geplant werden. Macht durch Plakate oder Flyer die Challenge bekannt. Stellt die Challenge in den Klassen mit einer Präsentation vor.
  • Wählt ein Start- und ein End-Datum. Eine Challenge über die Ferienzeit oder freie Tage verspricht weniger Erfolg. Aufgrund der fehlenden Kontrolle untereinander brechen die Teilnehmenden leichter aus. Die Durchführung über eine ganze Schulwoche macht die Challenge zu einem Thema an eurer Schule. Lehrer*innen und Schüler*innen können sich austauschen. (Natürlich dürfen Lehrer*innen auch mitmachen 😉 )
  • Bei kürzeren Challenges bleiben Menschen eher dabei. Die Anfangsfreude trägt einen leicht durch fünf Tage. Auch im Online-Bereich geht der Trend zu kürzeren Online-Challenges.

Ihr könnt fertige Challenges übernehmen:

  • Die Offline-Challenge von Jugendlichen für Jugendliche von klicksafe und Nummer gegen Kummer mit kleinen Aufgaben für jeden Tag wird als PDF zum Download angeboten. Übernehmt die so oder einige Herausforderungen für eure Kampagne.
  • Das Kartenset Handysektor Real-Life-Challenge stellt euch und eure Mitschüler*innen jeden Tag vor eine neue Herausforderung zum Thema Smartphone. Die Karten könnt ihr als PDF herunterladen. Druckt diese mehrfach aus und sucht euch dann Challenge-Partner*innen in eurer Schule.
Schul-eSports-Meisterschaft

+ Spiele machen Spaß +

+ eine große Zielgruppe wird erreicht +

+ kostenlose Alternative zu kostenpflichtigen Spielen werden bekannter +

– es werden PCs oder Laptops benötigt –

– auf App-Basis können nur Handys und Tablets mit Android-Betriebssystem teilnehmen –

eSports-Meisterschaften im Computerspielbereich sind nicht neu. Eine Schul-eSports-Meisterschaft unterscheidet sich von den kommerziellen Veranstaltungen. Die Freude an der geteilten Faszination an Computerspielen steht im Vordergrund. Schüler*innen zeigen ihr Können untereinander und gegeneinander.

Zu klärende Fragen im Vorfeld sind:

  • An welchen Tagen, zu welchen Zeiten und an welchem Ort in der Schule findet der Wettbewerb statt?
  • Findet der Wettbewerb nur in einem Jahrgang statt oder können alle Jahrgänge daran teilnehmen?
  • Findet der Wettbewerb nur an eurer Schule statt oder nehmen alle Medienscouts-Schulen in der eurer Medienscouts-Region teil?
  • Welches Spiel wird gespielt?

Vermeidet Werbung für kostenpflichtige Spiele und kommerzielle Aspekte. Spielt in Schul-eSport-Meisterschaften OpenSource und Freeware-Spiele. Beachtet: In der Öffentlichkeit gilt das Jugendmedienschutz-Gesetz. Die Spiele müssen gemäß der USK-Altersfreigabe freigegeben sein. Entwickler*innen von Freeware-Spielen bieten ihre Spiele zum kostenlosen Download an und verkaufen sie nicht auf Datenträgern. Von daher haben die Freeware-Spiele keine Altersfreigabe für Kinder und Jugendliche. In einem pädagogischen Kontext wie zum Beispiel dem Medienscoutsprojekt an Schulen könnten die Altersfreigaben entsprechender kommerzieller Spiele herangezogen werden. Die entsprechende Freeware-Variante des Spiels würde bei einer USK-Prüfung die gleiche Altersfreigabe erhalten wie die kommerzielle Version.

Zwei Tipps für Freewarespiele für eure Schul-eSports-Meisterschaft:

  • SuperTuxKart: entspricht dem Vorbild Mario Kart (USK Altersfreigabe ab 6 Jahren). SuperTuxKart gibt es für PC, Mac OS, Linux und Android. Am PC können zwei Spieler*innen per Splitscreen an einem Gerät spielen. Dies ist wichtig für eine spannende Endausscheidung in der Pausenhalle.
  • Minetest: entspricht dem Vorbild Minecraft (USK Altersfreigabe ab 6 Jahren). Minecraft gibt es für PC, Mac OS und Android-Systeme. (Minetest lässt sich auch gut in Projektwochen einsetzen. Damit kann beispielsweise eine Gruppe von Schüler*innen eure Schule nach- und dann umbauen.)
Stand am Tag der Offenen Tür

+ Öffentlichkeitsarbeit für Eltern +

+ zeitlich begrenzt +

– Aufwand für Vorbereitung +

– Stand muss den ganzen Tag besetzt sein +

Tipps: Kümmert euch im Vorfeld rechtzeitig um einen attraktiven Standplatz. An zu abgelegenen Plätzen kommen weniger Besucher*innen. Bei einem zu abgelegenen Standplatz müsst ihr die Besucher*innen zu euch lotsen. Geht rum und verteilt Flyer. Geht auf Menschen zu und befragt sie für eine Umfrage.

Zum Tag der offenen Tür kommen viele Eltern, Freund*innen der Schule und ehemalige Schüler*
innen an eure Schule. Stände sind aufgebaut. Aktionen finden statt. Eine sehr gute Gelegenheit für euch als Medienscouts Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Die Besucher*innen möchten an diesem Tag etwas zum Schauen haben.

  • Hängt eure bisher erstellten Plakate und Flyer an Standwänden auf. Auch die Ergebnisse einer durchgeführten Umfrage machen sich gut an eurer Medienscouts-Stellwand.
  • Versucht mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen. Bietet daher Gesprächsanreize. Zeigt zum Beispiel ein Video zu einem Thema. Die Bilder sollten für sich sprechen. An einem solchen Tag ist es womöglich laut und man versteht den Ton nicht.
  • Führt unter den Besucher*innen eine Umfrage durch. Eine Umfrage mit geschlossenen Fragen könnt ihr an dem Tag auswerten und die Ergebnisse an eurer Wand aufhängen.
  • Verteilt Flyer von klicksafe oder selbst erstellte.

Tipp: Kümmert euch im Vorfeld rechtzeitig um einen attraktiven Standplatz. An zu abgelegenen Plätzen kommen weniger Besucher*innen. Bei einem zu abgelegenen Standplatz müsst ihr die Besucher*innen zu euch lotsen. Geht rum und verteilt Flyer. Geht auf Menschen zu und befragt sie für eine Umfrage.

Umfrage

+ Grund durch die Klassen zu gehen +

+ Ergebnisse helfen bedürfnisorienter zu arbeiten +

+

Geschlossene Fragen lassen wenig Spielraum für die Befragten. Die Ant-wortmöglichkeiten sind vorgegeben. Die Auswahl ist begrenzt und der Inhalt nicht frei wählbar. Teilnehmende können in einer Um-frage entweder exakt eine Antwort auswählen (Einfachnennung) oder mehrere (Mehrfachnennung).

Beispiel:

Einfachnennung

Hast du ein Handy? Ja/Nein

Mehrfachnennung

Welche Geräte besitzt du?

  • Smart Watch
  • Handy
  • Tablet
  • Laptop
  • Spielkonsole

Geschlossene Fragen bieten sich für eine Auswertung als Statistik an und geben eine Übersicht. Der Fragen-typ ist für Zielgruppen geeignet, die weniger gerne schreiben und nicht viel Zeit haben. Die Vorarbeit ist umfangreich.

Offene Fragen fordern die Befrag-ten wesentlich mehr. Ihre Antwort erfolgt über einen Freitext. Gegen-über geschlossenen Fragen lassen sich mit offenen Fragen kaum Statis-tiken erstellen. Im Gegensatz zu ge-schlossenen Fragen ist die Vorarbeit nicht so umfangreich. Dafür ist die Auswertung wesentlich umfang-reicher. gibt einen Überblick über die Mediennutzung vor Ort +

– müssen ausgewertet werden –

– freiwillige Umfragen haben geringen Rücklauf –

– nicht immer ehrliche Antworten –

Eine Umfrage hilft euch eure Arbeit als Medienscouts in eurer Schule zielgerechter zu machen. Als Beispiel eine kurze Geschichte:

Medienscouts einer Schule planten wochenlang einen Besuch in einer 4. Klasse einer Grundschule in der Nachbarschaft. Sie bereiteten sehr schön das Thema „Suchmaschine im Internet – Warum ihr nicht Google suchen solltet“ vor. Eine umfangreiche Präsentation mit ein paar Videos und einem kleinen Quiz sollte für die Aufmerksamkeit der Grundschüler*innen sorgen. Endlich war der große Tag gekommen. Sie standen vor der 4. Klasse und stellten zu Beginn die Frage „Wie besorgt ihr euch Informationen aus dem Internet?“. Die Antwort der Grundschüler*innen lautete „Mit Alexa.“ Mit dem Thema „Google als Suchmaschine“ konnten die Grundschüler*innen nichts anfangen. Eine Umfrage in der 4. Klasse hätte viel Arbeit erspart.

Folgende Schritte müsst ihr für eine Umfrage durchlaufen:

  1. Am Anfang einer Umfrage steht die Frage: Welche Daten wollt ihr erheben? Ausgehend von der Frage „Was will ich wissen?“ erkennt ihr die von euch zu befragende Zielgruppe. Erst dann geht es an die Gestaltung des eigentlichen Fragebogens.
  2. Fangt an eure Fragen zu formulieren. Versucht genau zu fragen. Ja oder Nein-Fragen erleichtern euch später eine Auswertung. Solche Fragen sind so genannte „geschlossene Fragen“. Das Gegenteil sind „offene Fragen“. (
  3. Nun muss die Zielgruppe genauer definiert werden. Die Befragung aller Schüler*innen gibt ein genaues Bild. Für einen Jahrgangsvergleich reicht es aber vielleicht auch je Jahrgang eine Klasse zu nehmen. Man nennt die Auswahl „repräsentativ“. Die ausgewählte Klasse des Jahrgangs repräsentiert den ganzen Jahrgang.

Weitere Tipps für eure Umfragen:

  • Erklärt den Teilnehmer*innen vor der Umfrage:
    • worum es bei Umfrage geht;
    • wie viele Fragen zu beantworten sind;
    • wie lange die Beantwortung der Fragen voraussichtlich dauern wird.
  • Optimiert jede Online-Umfrage für das Smartphone. Aufgrund des kleinen Displays steht hier verhältnismäßig wenig Platz zur Verfügung. Teilnehmer*innen einer Umfrage wollen nicht ständig scrollen. Also: keine langen Wörter oder Sätze benutzen.
  • Für die Teilnahme an einer Umfrage braucht ihr Anreize. Es braucht nicht immer Geld oder ein Gewinn sein. Durch Aussagen wie „Deine Meinung ist gefragt“, „Wir brauchen dich“ oder „Wichtig für deine Schule“ fühlen sich Angesprochene wichtig und beantworten eher eure Fragen.
  • Testet die Umfrage. Legt den Fragenkatalog mindestens fünf Freund*innen oder Mitschüler*innen zum Ausfüllen vor. Solche Testläufe zeigen mögliche Unklarheiten und überflüssige Fragen auf. Verbessert eure Umfrage danach. Erst dann geht ihr mit der Umfrage an die Zielgruppe

Nach der Umfrage müsst ihr die Umfrage auswerten. Das kann bei Umfragen auf Papier etwas Zeit kosten. Eine Online-Umfrage nimmt euch die Auswertung ab. Mit MS-Teams und Iserv lassen sich Umfragen erstellen.

Zwei weitere Online-Tools für Umfragen:

  • D Abfrage auf PINGO zu SocialMedia as kostenlose PINGO bietet geschlossene Fragen (Single-Choice-Fragen, Multiple-Choice-Fragen) und offene Fragen (Freitext- oder numerischen Fragen). Ein Erklär-Video gibt euch einen Überblick über alle Funktionen. Nach dem Anlegen eines Accounts durch Registrieren können beliebig viele Fragen erstellt werden. PINGO lässt sich einfach bedienen. Teilnehmer*innen geben für die Teilnahme einen Zugangscode ein oder scannen einen QR-Code. Im Anschluss an die Umfrage erstellt PINGO eine Auswertung der Antworten. Die Auswertung gibt es als Diagramm, Tabelle oder im Falle einer Freitextfrage als Tagcloud. Die Umfrage lässt sich zeitlich begrenzen oder zeitlich unbegrenzt durchführen. PINGO ist DSGVO-konform. In dem Video PINGO – How to Video erklärt Julian Weigel die Erstellung eines Fragebogens. Eine weitere Erklärung zeigt Pingo | Umfragen im Unterricht leicht gemacht | kostenlos & einfach von Hope Street.
  • Mit Mindwendel lassen sich offene Fragen stellen. Die Antworten können von anderen gelikt werden. So entsteht ein Ranking mit den beliebtesten Antworten. Nachdem das Mindwendel erstellt ist, bekommen die anderen den Link und schon geht es los. Möglichkeiten für den Einsatz von Mindwendel wären zum Beispiel „Was nervt euch an eurem Klassenchat?“ oder „Was wären Regeln für den Umgang mit Handys an unserer Schule?“. Für Mindwendel müssen sich weder Ersteller*innen noch Teilnehmer*innen einer Umfrage anmelden. Es werden keine Daten gesammelt.
Elternabend

+ macht Medienscouts für Eltern sichtbar. +

+ Medienscouts geben Eltern Einblicke in Medien +

+ ein dankbar von Eltern angenommenes Angebot +

– findet nicht in der Schulzeit statt –

– Medienscouts sollten auf Fragen vorbereitet sein –

– es werden private Geräte für die Demonstration gebraucht –

Über die NLM und die Landesstelle Jugendschutz können von Schulen Elternabende zum Thema Medien angefordert werden. Diese Elternabende finden im Rahmen des Projektes „Digitale Welten“ statt. Ein*e Medienpädagog*in kommt an eure Schule und arbeitet im Abendbereich mit Eltern. Ein solcher Abend dauert vielleicht von 19:00 bis 21:00 Uhr.

Als Medienscouts könnt ihr diesen Abend mit eurem Expert*innen-Wissen rahmen. Im Vorfeld des Vortrags seid ihr dazu eine halbe Stunde vorher in dem Vortragsraum. Dort gebt ihr zum Vortrag passend Eltern Medieneinblicke. Zum Thema „Soziale Medien“ etwa zeigt ihr Instagram oder Tiktok. Zum Thema Computerspiele spielt ihr ein paar Spiele. Eltern setzen sich zu euch. Sie schauen zu und stellen Fragen.

Dazu braucht ihr eigene Geräte. Instagram und TikTok könnten auf Schulcomputern gesperrt sein. Eure Schule verfügt über keinen grafikfähigen Computer und keine Konsole. Monitore und Beamer können vielleicht von der Schule oder dem Medienzentrum zur Verfügung gestellt werden. Achtet darauf bei der Auswahl der Spiele auf die USK-Altersfreigaben. Ihr bewegt euch an diesem Abend im öffentlichen Raum. Im Gegensatz zu eurem Zuhause sind hier die Altersfreigaben gesetzlich verpflichtend. Die Spiele müssen für euer Alter freigegeben sein.

Zu Beginn des Vortrags schaltet ihr die Geräte ab und verlasst den Raum. Dies dient zu eurem Schutz. Ihr solltet bei einem vielleicht kritischen Thema nicht als beispielhafte Jugendliche antworten müssen. Ihr seid nur ein paar und die Erwachsenen sind viele an dem Abend. Die Erwachsenen sollen unter sich mit dem oder der Medienpädagog*in diskutieren.

Safer Internet Day (SID)

+ macht eure Medienscoutsschule in ganz Deutschland bekannt +

+ zentraler Tag für Aktionen zu Medien +

+ eine gute Aktion könnte wiederholt werden +

– nur an diesem Tag –

– eure Aktion könnte in dem Angebot der vielen Aktionen untergehen –

Der Safer Internet Day (kurz: SID) findet seit 2008 auch in Deutschland jährlich am Dienstag der zweiten Woche des Februars statt. Unter dem Motto „Together for a better Internet“ (deutsch: Zusammen für ein besseres Internet“) setzen sich an diesem Tag viele Menschen für mehr Sicherheit im Internet ein. Mit den Aktionen sollen Menschen im selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützt werden.

klicksafe, nummergegenkummer, jugendschutz.net und internet-beschwerdestelle sammeln und begleiten die Aktionen an diesem Tag. Dafür können im Vorfeld die Aktionen bei klicksafe eingereicht werden. klicksafe trägt diese auf einer Veranstaltungsübersicht ein. Diese gibt Interessierten einen Überblick über alle Aktionen in Deutschland.

Merkt euch diesen Tag. Schaut ab Dezember auf klicksafe vorbei. Tragt eure Aktion an diesem Tag an eurer Schule auf klicksafe ein. So erscheint eure Medienscoutsschule in der Veranstaltungsliste und ihr werdet sichtbar für Menschen aus ganz Deutschland.

klicksafe stellt Logos und anderes Material zum Safer Internet Day 2023 als Download zur Verfügung. Mit den Grafiken dürft ihr eure Aktionen bekannt machen und ihr dürft die auf euren Plakaten und Flyern zu dem Safer Internet Day benutzen.

Jeder Safer Internet Day findet unter einem Motto satt. Eure Aktion muss nicht unbedingt etwas mit dem Motto zu tun haben. Führt an eurer Schule eine gute Aktion der letzten Monate noch einmal durch.

Wichtig ist: Macht etwas an diesem Tag an eurer Schule und zeigt euch am Safer Internet an eure Schule.

Tipp: Der SID-Infoletter hält euch auf dem Laufenden. Abonniert ihn mit eurer Medienscouts-Email-Adresse.

Beratungs- und Informationsangebote

Grenzen der Beratung

Medienscouts stoßen bei der Beratung von Hilfesuchende an ihre Grenzen. Ihr könnt nicht alle Probleme von Mitschüler*innen lösen. Müsst ihr auch nicht. Nutzt die Beratungsangebote. Damit ist Hilfesuchenden auch geholfen. Von sich aus hätten sie diese Beratungsangebote nicht genutzt. Ihr als Medienscouts baut eine Art Brücke zu den Beratungsangeboten.

Besucht mit Hilfesuchenden zusammen die Beratungsseiten im Internet. Erklärt ihnen die Funktionsweise.

Ihr findet auf den folgenden Abschnitten eine kleine Auflistung Beratungsangebote JUUUPORT, ZEBRA und jugend.support. Beantwortet werden die Fragen:

  • Welche Problembereiche deckt das Angebot ab?
  • Wer berät?
  • Wie wird der Kontakt hergestellt?
  • Wann wird beraten?
  • Wie schnell wird geantwortet?

Hinweis: Bei keinem der Beratungsangebote werden Anfragen von Chatbots oder einer KI beantwortet. Es gibt immer echte Antworten von echten Menschen.

Tipp: Menschen möchten Menschen helfen. Sie wissen aber nicht wie. Damit haben sie auch ein Problem. Auch diese Menschen dürfen natürlich die Beratungsangebote nutzen. Dadurch bekommen sie Tipps und können anderen Menschen helfen.

Die Angebote liefern auch Infos zu aktuellen Trends und Tipps zu Internetproblemen. Gebt diese Tipps an eure Mitschüler*innen weiter. Bestellt euch fertiges Material wie Flyer oder Broschüren oder erstellt aus den Informationen selber welche. Videos auf den Seiten eignen sich für eure verschiedenen Aktionen und Projekte an eurer Schule. Sie sind professionell erstellt und ihr dürft sie kostenfrei nutzen.

JUUUPORT

JUUUPORT ist ein bundesweites Medienscouts-Projekt. Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland beraten nur online. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos. 

Tipp: Hat euch die Arbeit als Medienscouts Spaß gemacht? Möchtet ihr nach eurer Tätigkeit an eurer Schule weiter anderen Jugendlichen bei Problemen im Internet helfen? Ihr könnt euch bei JUUUPORT bewerben. JUUUPORT sucht immer Medienscouts zwischen 15 und 21 Jahren.

Welche Problembereiche deckt JUUUPORT ab?

JUUUPORT bietet Hilfe bei allen Problemen im Netz wie etwa Cybermobbing, Cybergrooming, Medienabhängigkeit oder Abzocke.

Wer berät?

Ausgebildete Medienscouts beraten euch. Ein Psychologe, eine Psychologin und ein Rechtsanwalt unterstützen die JUUUPORT-Scouts.

Wie wird der Kontakt hergestellt?

Hilfesuchende wenden sich über das Website-Formular an die JUUUPORT-Scouts. Auf diesem muss man sein Alter eintragen. E-Mail-Adresse und Handynummer sind freiwillige Eingaben. Das Problem und die Frage kommen in das Eingabefeld. Nach Drücken von „Senden“ wird ein persönlicher Code angezeigt. Der Code sollte notiert werden. Ganz oben rechts auf der Seite JUUUPORT.de ist „Antwort abrufen“. Dort muss der Code eingegeben werden. Dann erscheint die Antwort. Man muss etwas warten und vielleicht öfter auf Antwort abrufen klicken. Bei eingegebener E-Mail-Adresse oder Handynummer bekommt man eine E-Mail oder eine SMS von JUUUPORT. Dort steht „Die Antwort auf die Frage liegt bereit“. Dann kann man gezielt nachschauen.

Wann wird beraten?

Eingabeformular: 24 Stunden, also immer


Wie schnell wird geantwortet?

JUUUPORT verspricht innerhalb von 48 Stunden zu antworten.

Tipp: Hat euch die Arbeit als Medienscouts Spaß gemacht? Möchtet ihr nach eurer Tätigkeit an eurer Schule weiter anderen Jugendlichen bei Problemen im Internet helfen? Ihr könnt euch bei JUUUPORT bewerben. JUUUPORT sucht immer Medienscouts zwischen 15 und 21 Jahren.

Frag Zebra (ZEBRA)

ZEBRA ist ein Angebot der Landesanstalt für Medien NRW (kurz: LfM). Die LfM will durch ihre Arbeit die Menschenwürde, die Jugend, die Nutzer*innen und die Vielfalt in den Medien zu schützen. Dabei sind sie der Meinungsfreiheit verpflichtet.

Tipp: Im Bereich „Suche in unseren Antworten“ auf der Startseite von ZEBRA stehen über 900 schon beantwortete Fragen. Vielleicht ist da schon was dabei. Schaut gemeinsam mit Hilfesuchenden rein. Vielleicht steht da schon eine Antwort auf die Frage oder eine Lösung für das Problem.

Welche Problembereiche deckt FragZebra ab?

ZEBRA beantwortet Fragen rund um das Thema Medien und euren digitalen Alltag. Alle Fragen werden individuell und mit konkreter Hilfestellung beantwortet. In den meisten Fällen verweist ZEBRA auf spezialisierte Angebote.

Wer berät?

Die Fragen von Hilfesuchenden werden vom ZEBRA-Team oder in speziellen Fällen von Partner*innen beantwortet. Das Team besteht aus Expert*innen aus den Bereichen Medienpädagogik, Medienkompetenz, Kommunikationswissenschaften, Medienrecht und Medienforschung. Externe Partner*innen erhalten Anfragen nur in anonymisierter Form.

Wie wird der Kontakt hergestellt?

Die Frage kann per E-Mail über zebra@medienanstalt-nrw.de, über das Eingabefeld auf der Startseite oder über eine WhatsApp-Nachricht an die Nummer: +49 173 4122 193 geschickt werden.

ZEBRA benötigt die Handynummer oder eine E-Mail-Adresse in der Frage. Eine E-Mail oder SMS mit einem Zugangscode führt Hilfesuchende auf eine sichere, persönliche Antwortseite. ZEBRA löscht die E-Mail-Adresse oder Handynummer und die Antwortseite nach spätestens sechs Monaten wieder.

ZEBRA will auch über Messenger wie Threema oder Signal erreichbar sein. Schaut deshalb als Medienscouts immer mal wieder auf ZEBRA vorbei und informiert euch über den neuesten Stand.

Wann wird beraten?

Auf ZEBRA kann immer eine Frage gestellt werden.

Wie schnell wird geantwortet?

In der Regel antwortet ZEBRA innerhalb von 24 Stunden. Bei komplexeren Anfragen kann es auch mal länger dauern. ZEBRA meldet sich aber in jedem Fall mit einem Zwischenstand bei Hilfesuchenden.

Tipp: Im Bereich „Suche in unseren Antworten“ auf der Startseite von ZEBRA stehen über 900 schon beantwortete Fragen. Vielleicht ist da schon was dabei. Schaut gemeinsam mit Hilfesuchenden rein. Vielleicht steht da schon eine Antwort auf die Frage oder eine Lösung für das Problem.

jugend.support

jugend.support ist ein Rat- und Hilfeangebot für Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche. Die Rat- und Hilfeplattform jugend.support wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“ gefördert.

Welche Problembereiche deckt jugend.support ab?

Auf jugend.support gibt es Informationen, Tipps zur Selbsthilfe und Links oder Telefonnummern zu Beratungsstellen. Über Links bei jugend.support könnt ihr problematische und verletzende Inhalte melden und ihr könnt über Regelverletzungen beschweren.

Wer berät?

Es findet keine persönliche Beratung statt. Auf jugend.support findet ihr Links und Telefonnummern zu Beratungsstellen. jugend.support leitet weiter an Beratungsstellen wie JUUPORT oder NummergegenKummer. Dort findet die Beratung statt.

jugend.support verbindet euch und Hilfesuchende mit Internet-Beschwerdestellen der jeweiligen Anbieter*innen. Meldet dort Beleidigungen und gemeine Bilder oder blockiert Personen. Es kann auch das Beschwerdeformular auf jugend.support genutzt werden.

Wie wird der Kontakt hergestellt?

Ein direkter Kontakt zu jugend.support ist nicht möglich. Dafür kann die Frage bei den Partner*innen von jugend.support gestellt werden.

Wann wird beraten?

Das hängt von den jeweiligen Beratungsstellen ab. Die Verlinkung über jugend.support ist immer verfügbar.

Wie schnell wird geantwortet?

Das hängt von den jeweiligen Beratungsstellen ab.